Kunstführungen
Die Region um Köln und Bonn ist nicht nur besonders malerisch und hat viele historische Sehenswürdigkeiten, sondern darf auch für die Moderne, wie für die Kunstgeschichte so für Kunsthandel und –wandel, einen herausragenden Platz beanspruchen. Dies läßt sich im besonderen an der Zeit um den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts an drei prominenten Gestalten der Kunstgeschichte festmachen, als sich diese in viele Ismen verzweigte, verirrte und sich fortwährend neu erfand:
Der Bonner August Macke war ein bedeutender Vertreter des Expressionismus, er stand für den sogenannten Rheinischen Expressionismus. Der im genau zwischen Bonn und Köln gelegenen Brühl geborene Max Ernst kann als ein Wanderer durch die Kunst-Ismen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnet werden, vom Expressionismus bis hin zum Surrealismus, als einer dessen bedeutenster Vertreter er gelten kann. Als dritter Deutscher, der in der Kulturregion seine Spuren hinterließ, ist hier vom künstlerischen Fahrensmann Hans Arp die Rede.
Allen dreien ist in der Region mit einem nach ihnen benannten Museum eine Gedenkstätte gewidmet.
Die Bedeutung des Kunstlebens in Handel und Wandel manifestiert sich in der bunten Vielheit der Galerien, die insbesondere den Kölner Citybereich durchsäen, dem 2001 gegründeten Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels (ZADIK) und einer ganzen Reihe weiterer bedeutender Museen und Messen: Die berühmte ART COLOGNE – die älteste Kunstmesse der Welt, bietet unter ihrem Dach der gegenwärtigen Kunst aus aller Welt ein Forum.
OkoloGraf bietet im Ganzen sowohl thematische als auch repräsentative Querschnitte durch diese Kunstlandschaft.
Einen perfekten und reichhaltigen Rundgang durch die Kunst der klassischen Moderne bis zur Gegenwart und ihrer Ismen bietet das Museum Ludwig in Köln.
Eine Vertiefung dieser Thematik ist im Kunstmuseum Bonn möglich, wo insbesondere der von August Macke geprägte Rheinische Expressionismus ein Forum hat.
Das liebevoll wieder hergerichtete Atelier August Mackes im 1991 eröffneten ehemaligen Haus Mackes läßt die atmosphärische Dichte der damaligen Zeit nachempfinden: Macke emfing hier Künstler wie Max Ernst, Robert Delaunay, Guillaume Apollinaire, Gabriele Münter und Franz Marc.
Gründungen schon des 21 Jahrhunderst sind das 2005 eröffnete Max Ernst Museum in Brühl, dem Geburtsort des Küntlers, sowie 2007 das zwar umstrittene, aber architektonisch herausstehende Hans Arp Museum im 20 km südlich von Bonn gelegenen Rolandseck.
Als eine Art architektonische Umsetzung des Traums der Expressionisten des letzten Jahrhunderts kann sich die neben dem Kunstmuseum Bonn die Bonner Kunstmeile bildende, 1989 bis 1992 entstandene Kunst- und Ausstellungshalle verstehen. In den letzten Jahren durch spektakuläre Ausstellungen in den Medien präsent, bietet sie mit ihrem 93m breiten, in sich geschlossen Kubus einen multifunktionalen Raum für die Vielfalt der Kunst in Wechselausstellungen und ist gleichzeitig ein Ort der Begegnung von Kultur, Wissenschaft, und Politik.




